60 Jahre Münchner Advent



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Münchner Advent,

leider muss der Münchner Advent 2020 entfallen. Ein herzlicher Dank gebührt allen Mitwirkenden und Akteuren vor und hinter der Bühne für deren Spontanität, Loyalität und Unterstützung.

Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen für deren Verständnis.

Gerade in Zeiten wie diesen erfahren wir, wie wichtig die menschlichen Begegnungen sind, welch Kraft die Musik, der Gesang und Tanz hat, und welch hohen Stellenwert wir der (Volks-)Kunst und (Volks-)Kultur geben müssen.

In der Adventszeit des heurigen Jahres werden unzählige Menschen auf das vergangene Jahr zurückschauen und sich mit essentiellen Themen und Gedanken beschäftigen.

Mit Hoffnung und Zuversicht gehen wir heuer in die Adventszeit. Wir wünschen Ihnen bis zum Wiedersehen alles Gute und besonders, Gesundheit.

Herzlichst,

Ihr Moritz Demer
– Gesamtleitung Münchner Advent

2020 – „…und das Leben ist das Licht“

Mit über 80 Mitwirkenden und jährlich rund 3.000 Besuchern ist der Münchner Advent eine große Benefizveranstaltung, in der jeder einzelne Besucher eine „persönliche“ und beglückende Aufführung erlebt. Mit nachdenklichen aber auch ermunternden Gedanken und Melodien stimmen sich viele Besucher auf eine besondere Art und Weise auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Im Jahr 2020 wird eine den Hygieneschutzvorschriften angepasste Version aufgeführt. Mit reduzierter Besucherzahl, dafür mit mehr Vorstellungen. Reservieren Sie Ihre Karten frühzeitig! Wir freuen uns auf Sie beim „Münchner Advent 2020“. 

Mit einer 60-jährigen Tradition gehört der Münchner Advent des Münchner Kreis für Volksmusik, Lied und Tanz e.V. zu den renommiertesten Volkskulturveranstaltungen in der Landeshauptstadt München. Seit 1992 hat er aufgrund Initiative August Everdings seinen festen Platz im Prinzregententheater.

Das neue szenische Spiel „… und das Leben ist das Licht“  skizziert aktuelle Herausforderungen unseres Alltags und zeigt auf, wo die Mitmenschlichkeit, die Liebe und der Glaube, Mut, Vertrauen und Hoffnung zum Frieden zwischen den Menschen und Völkern führt.  Überlieferte und neuere Lieder und Weisen aus der alpenländischen (Volks-)Musik sowie Eigenkompositionen, dargeboten von erstklassigen Ensembles aus Bayern, Österreich und Südtirol verbinden sich zu einem oratorienähnlichem Gesamtkunstwerk.

Mitwirkende

Moritz Demer

Josef Kriechhammer

Herta Albert

Duschlhof Gsang

Wiesberger Dreigesang

Ensemble des Münchner Advent

Laubensteiner Bläser

Theater Ensemble

Chor des Münchner Advent

Freies Ensemble Wals

Ensemble Sabiona

Klangeindrücke

Impressionen

aus dem Prinzregententheater in München

Kleine Chronik des Münchner Advents

Im heurigen Jubiläumsjahr dürfen wir mit dem Münchner Kreis auf 60 Jahre Münchner Adventsingen zurückblicken. Weit über 200 Musik- und Gesangsgruppen, Regisseure, Autoren und Sprecher sowie unzählige Unterstützer in der Licht-, Ton-, Bild- und Bühnentechnik wie auch „stille Helfer“ in der Vorbereitung und Durchführung begleiteten das Münchner Adventsingen, den heutigen Münchner Advent. Bereits in den Anfangsjahren zeichnete sich ein reges Interesse an dieser neuen Veranstaltungsart ab. In den Nachkriegsjahren fanden noch zwischen den Trümmern des Krieges unter der Leitung von Kiem Pauli in der Münchner Allerheiligenhofkirche sowie unter der Leitung von Tobi Reiser in Salzburg die ersten adventlichen Andachten statt.

Auf Initiative des neu gegründeten „Münchner Kreis für Volksmusik, Lied und Tanz e.V.“ und dessen Gründungsvater, dem Münchner Musikanten und „Volkskultur-Pionier“ Toni Goth folgten ab 1960 tausende Besucher der Einladung zur „Bayerischen Musik im Advent“ und ab 1964 zum „Münchner Adventsingen“ in den Kongreß-Saal des Deutschen Museums. 

Namhafte Gesangs- und Musikgruppen wie die Roaner und Fischbachauer Sängerinnen, Gebrüder Rehm, Rupertiwinkler Musikanten, Geschwister Hartbichler, Geschwister Röpfl, Bläsergruppe Otto Ebner, Instrumentalgruppe Franz Holzfurtner sowie der Traunsteiner Dreigesang uvm.  stimmten die Besucher in die Adventszeit ein. Toni Goth musizierte in verschiedenen Besetzungen, meist in der Formation des Toni-Goth-Sextetts und hatte über viele Jahre die Gesamtleitung des Münchner Adventsingens inne.  Neben Toni Goth und Horst Hagen fungierte Peter Grassinger in den Anfangsjahren als Regisseur. Werner Förschner engagierte sich anfänglich mit seinem Joseph-Haydn-Singkreis, später mit den Giesinger Sängern und über viele Jahre als Regisseur beim Münchner Adventsingen. Er zählt zu den verdienstvollsten und treuesten Akteuren der vorweihnachtlichen Veranstaltung.

Bekannte Sprecher wie Wolf Euba, Rosemarie Fendel, Konstantin Delcroix, Hanns Vogel und Fritz Strassner verliehen dem inhaltlichen Rahmen mit nachdenklichen und anregenden Texten einen besonderen Glanz. 

Franz Mayrhofer übernahm 1980 die Leitung der Münchner Schule für Bairische Musik und leitete ab 1984 viele Jahre gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth das Münchner Adventsingen. Zahlreiche Musik- und Gesangsgruppen aus Bayern und angrenzenden Regionen umrahmten die biblische Geschichte. Zahlreiche Vertonungen, Lieder und Musikstücke entstanden, Gedanken und Inspirationen auch aus dem Alten und Neuen Testament mit einer ansprechenden Darbietung verschiedener Darsteller erfreuten die Besucher. In den Folgejahren lag die Leitung des Münchner Adventsingen nur wenige Male bei weiteren Regisseuren. Mit Karl Edelmann, Peter Webhofer, Hedi Heres, Helmut Schwaiger und Klaus Wittmann als Regisseure konnte der Münchner Kreis beeindruckende Aufführungen durchführen.

Nachdem der Kongreß Saal des Deutschen Museums geschlossen wurde, konnte das Münchner Adventsingen mit Unterstützung von August Everding im Jahr 1992 ins festliche Prinzregententheater umziehen. Eine neue, große Bühne sowie die moderne Bühnentechnik kamen den Aufführungen sehr entgegen.

Seit 2009 leitet Moritz Demer die Veranstaltung. Mit szenischen Darstellungen bildet das Freie Ensemble Wals unter der Leitung von Josef Kriechhammer den inhaltlichen Kern. Im Mittelpunkt stehen Episoden, Personen und Erzählungen aus der biblischen Überlieferung von der Geburt Jesu. In der Adaption auf die heutige Zeit fällt auf, dass auch 2000 Jahre nach Jesu Geburt soziale Ungerechtigkeit, zwischenmenschliche Konflikte, Intoleranz und Egoismus auch in einer modernen und aufgeklärten Welt nicht an Aktualität verloren haben – ihre Thematisierung ist für ein friedvolles Zusammenleben weiterhin äußerst bedeutsam.  

Musik und Lieder verbinden sich oratorienähnlich mit den szenischen Darstellungen und begleiten die BesucherInnen in die Advents- und Weihnachtszeit. Für viele BesucherInnen zählt die Besinnung und Ruhe, auch die Freude und entspannte Atmosphäre beim Münchner Advent zu den unvergesslichen Erlebnissen in der Vorweihnachtszeit.

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