Münchner Advent 2026
Josefs Traum...
Münchner Advent
Zum ersten Mal lädt der Münchner Advent zu einem besonderen Adventswochenende ins Prinzregententheater München ein. Drei stimmungsvolle Formate verbinden alpenländische Musik, Theater und Literatur zu einem festlichen Erlebnis. Im Mittelpunkt des diesjährigen Programms „Josefs Traum …“ steht Josef – sein Weg von Zweifel und Unsicherheit zu Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht.
Alpenländisches Adventssingen mit szenischem Spiel
„Josefs Traum“ erzählt von einem Menschen, der angesichts von Zweifel, Angst und Widerständen den Mut finden muss, seinem Herzen und seinem Glauben zu vertrauen. Musik, berührende Dialoge und das szenische Spiel der Volksspielgruppe Altenerding e.V. begleiten Josef auf seinem Weg durch Flucht, Fremde und Heimkehr – und auf der Suche nach dem Vertrauen, einen Weg zu gehen, den man selbst noch nicht kennt.
Heilige Nacht
Die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma, gelesen in Mundart, wird eingebettet in vertraute Adventslieder und alpenländische Musik. Gesangsgruppen, Blechbläser und Saitenmusik sorgen für eine warme, bodenständige Atmosphäre, während das Ensemble des Münchner Advents feine kammermusikalische Akzente setzt. Ein Abend mit viel Wärme – ohne große Gesten.
Klassik und festliche Volksmusik
Überlieferte und neuere Lieder und Weisen der alpenländischen Volksmusik sowie Eigenkompositionen begegnen klassischer Musik. Erstklassige Ensembles aus Kärnten, dem Salzburger Land, Vorarlberg, Südtirol und Bayern verbinden Stimmen und Instrumente zu einem festlichen, warmen Klangerlebnis – und stimmen auf die schönste Zeit des Jahres ein.
Mit über 80 Mitwirkenden und jährlich rund 3.000 Besucherinnen und Besuchern ist der Münchner Advent eine große Veranstaltung, bei der jede Besucherin und jeder Besucher eine persönliche und beglückende Vorstellung erlebt. Mit nachdenklichen, aber auch ermunternden Gedanken und Melodien stimmen sich die Besucherinnen und Besucher auf besondere Art und Weise auf die Advents- und Weihnachtszeit ein.
Mit einer 60-jährigen Tradition gehört der Münchner Advent des Münchner Kreis für Volksmusik, Lied und Tanz e.V. zu den renommiertesten Volkskulturveranstaltungen in der Landeshauptstadt München. Seit 1992 hat er aufgrund Initiative August Everdings seinen festen Platz im Prinzregententheater. Seit 2023 richtet sich der Münchner Kinderadvent mit einem eigenen Programm an Kinder ab 3 Jahren und Familien. Beim gemeinsamen Singen können die Kinder interaktiv und mit allen Sinnen die Bräuche im Advent kennenlernen und die traditionsreiche Weihnachtszeit miterleben.
Überlieferte und neuere Lieder und Weisen aus der alpenländischen Volksmusik sowie Eigenkompositionen, dargeboten von erstklassigen Ensembles aus Kärnten, dem Salzburger Land, Vorarlberg, Südtirol und Bayern, verbinden sich zu einem oratorienähnlichen Gesamtkunstwerk.
Mitwirkende 2026

Moritz Demer (Gesamtleitung)

Renate Eßbaumer (Regie, Szenisches Spiel)

Herta Albert (Ltg. Chor des Münchner Advent)

Volksspielgruppe Altenerding e.V.

Glanschl Zwüllinge

Innerberger Dreigesang

Ensemble des Münchner Advent

Göllwurzn Bläser

Ensemble Sabiona

Chor des Münchner Advent
Video – Impressionen
Der Münchner Advent auf CD
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Ausgewählte Klangbeispiele aus den letzten Jahren
Sie können die CDs per Mail an volkskultur@volkskultur-musikschule.de bestellen!
Blick in die Chronik des Münchner Advents
Kleine Chronik des Münchner Advents
Im heurigen Jubiläumsjahr dürfen wir mit dem Münchner Kreis auf 60 Jahre Münchner Adventsingen zurückblicken. Weit über 200 Musik- und Gesangsgruppen, Regisseure, Autoren und Sprecher sowie unzählige Unterstützer in der Licht-, Ton-, Bild- und Bühnentechnik wie auch „stille Helfer“ in der Vorbereitung und Durchführung begleiteten das Münchner Adventsingen, den heutigen Münchner Advent. Bereits in den Anfangsjahren zeichnete sich ein reges Interesse an dieser neuen Veranstaltungsart ab. In den Nachkriegsjahren fanden noch zwischen den Trümmern des Krieges unter der Leitung von Kiem Pauli in der Münchner Allerheiligenhofkirche sowie unter der Leitung von Tobi Reiser in Salzburg die ersten adventlichen Andachten statt.
Auf Initiative des neu gegründeten „Münchner Kreis für Volksmusik, Lied und Tanz e.V.“ und dessen Gründungsvater, dem Münchner Musikanten und „Volkskultur-Pionier“ Toni Goth folgten ab 1960 tausende Besucher der Einladung zur „Bayerischen Musik im Advent“ und ab 1964 zum „Münchner Adventsingen“ in den Kongreß-Saal des Deutschen Museums.
Namhafte Gesangs- und Musikgruppen wie die Roaner und Fischbachauer Sängerinnen, Gebrüder Rehm, Rupertiwinkler Musikanten, Geschwister Hartbichler, Geschwister Röpfl, Bläsergruppe Otto Ebner, Instrumentalgruppe Franz Holzfurtner sowie der Traunsteiner Dreigesang uvm. stimmten die Besucher in die Adventszeit ein. Toni Goth musizierte in verschiedenen Besetzungen, meist in der Formation des Toni-Goth-Sextetts und hatte über viele Jahre die Gesamtleitung des Münchner Adventsingens inne. Neben Toni Goth und Horst Hagen fungierte Peter Grassinger in den Anfangsjahren als Regisseur. Werner Förschner engagierte sich anfänglich mit seinem Joseph-Haydn-Singkreis, später mit den Giesinger Sängern und über viele Jahre als Regisseur beim Münchner Adventsingen. Er zählt zu den verdienstvollsten und treuesten Akteuren der vorweihnachtlichen Veranstaltung.
Bekannte Sprecher wie Wolf Euba, Rosemarie Fendel, Konstantin Delcroix, Hanns Vogel und Fritz Strassner verliehen dem inhaltlichen Rahmen mit nachdenklichen und anregenden Texten einen besonderen Glanz.
Franz Mayrhofer übernahm 1980 die Leitung der Münchner Schule für Bairische Musik und leitete ab 1984 viele Jahre gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth das Münchner Adventsingen. Zahlreiche Musik- und Gesangsgruppen aus Bayern und angrenzenden Regionen umrahmten die biblische Geschichte. Zahlreiche Vertonungen, Lieder und Musikstücke entstanden, Gedanken und Inspirationen auch aus dem Alten und Neuen Testament mit einer ansprechenden Darbietung verschiedener Darsteller erfreuten die Besucher. In den Folgejahren lag die Leitung des Münchner Adventsingen nur wenige Male bei weiteren Regisseuren. Mit Karl Edelmann, Peter Webhofer, Hedi Heres, Helmut Schwaiger und Klaus Wittmann als Regisseure konnte der Münchner Kreis beeindruckende Aufführungen durchführen.
Nachdem der Kongreß Saal des Deutschen Museums geschlossen wurde, konnte das Münchner Adventsingen mit Unterstützung von August Everding im Jahr 1992 ins festliche Prinzregententheater umziehen. Eine neue, große Bühne sowie die moderne Bühnentechnik kamen den Aufführungen sehr entgegen.
Seit 2009 leitet Moritz Demer die Veranstaltung. Mit szenischen Darstellungen bildet das Freie Ensemble Wals unter der Leitung von Josef Kriechhammer den inhaltlichen Kern. Im Mittelpunkt stehen Episoden, Personen und Erzählungen aus der biblischen Überlieferung von der Geburt Jesu. In der Adaption auf die heutige Zeit fällt auf, dass auch 2000 Jahre nach Jesu Geburt soziale Ungerechtigkeit, zwischenmenschliche Konflikte, Intoleranz und Egoismus auch in einer modernen und aufgeklärten Welt nicht an Aktualität verloren haben – ihre Thematisierung ist für ein friedvolles Zusammenleben weiterhin äußerst bedeutsam.
Musik und Lieder verbinden sich oratorienähnlich mit den szenischen Darstellungen und begleiten die BesucherInnen in die Advents- und Weihnachtszeit. Für viele BesucherInnen zählt die Besinnung und Ruhe, auch die Freude und entspannte Atmosphäre beim Münchner Advent zu den unvergesslichen Erlebnissen in der Vorweihnachtszeit.
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